Fondstypen

Die beste Geldanlage entspricht Ihrem Charakter. Sind Sie sich dem bewusst, werden Sie grundsätzlich richtig investieren.

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Fonds Wiki: Alle Fondstypen einfach erklärt

Die wichtigsten Investmentfonds mit Definitionen & Tipps im Überblick.

Aktienfonds

Der Fonds für hohe Renditen, bei abschätzbaren Risiken.

Unternehmen und Kinder haben etwas gemeinsam: Möchte man Erfolg ernten, ist eine gesunde Entwicklung erforderlich. Kümmert man sich leidenschaftlich um das Liebste, wird es später davon profitieren. Im Laufe seines Lebens wird es mit unerwarteten Situationen konfrontiert. Der Umgang damit, wird seine Zukunft entscheiden. Wollen Sie die Chance auf einen Gewinner in Ihren Kreisen erhöhen? Dann setzen Sie besser auf mehrere Babys. Der Aktienfonds macht es vor.

Aktien sind Beteiligungen an einem Unternehmen. Steigt der Gesamtwert eines Unternehmens, erhöht sich auch der Wert der Beteiligungen. Verbrieft werden die Beteiligungen durch Wertpapiere. Verkaufen Sie Ihre Wertpapiere, steht Ihnen der verhältnismäßige Anteil am aktuellen Gesamtwert zu. Die Investition in Aktien kann höchstprofitabel sein. Allerdings ist diese mit einigen Risiken verbunden. Vor dem Kauf des Wertpapiers, können diese Risiken nur schwer eingeschätzt werden. Damit Sie Ihr Investitions-Ziel erreichen, also eine entsprechende Dividende (jährliche Ausschüttung des Gewinns) erhalten, sollten Sie mit dem Handel von Aktien vertraut sein. Ein hohes Maß an Expertise ist gefragt. Die tägliche Entwicklung der Aktienkurse sollte verfolgt, vor allem aber richtig interpretiert werden können. Ein besonderer Typus des Investmentfonds kommt Anlegern bei diesen Anforderungen entgegen. Vorteile des Aktiengeschäfts werden genutzt und von routinierten Fondsmanagern auf Ihre Anlage übertragen. Gleichzeitig ist die bestmögliche Sicherheit gewährt. Die Rede ist vom Aktienfonds.

Der Aktienfonds nimmt verschiedene Aktien-Titel in seinen Bestand auf. Investiert wird in Unternehmen mit unterschiedlicher Größe und innerhalb von mehreren Währungsräumen. Durch die Investition in einen Aktienfonds haben auch unerfahrene Anleger gute Gewinnchancen. Das gleiche gilt für Anleger, die nur geringe Beträge investieren möchten. Aber dennoch eine hohe Rendite anstreben. Jedes Portfolio nimmt Fahrt auf, wenn der Aktienfonds bedacht eingesetzt wird. Die richtige Strategie sorgt für die entsprechende Streuung Ihrer Investition in verschiedene Wirtschaftsbereiche. Die sogenannte Diversifikation. Für Anleger bedeutet das: Die maximale Rendite im abschätzbaren Risikobereich.

Mischfonds Der Fonds für mittelhohe Renditen bei moderaten Risiken.

Wie ein Toningenieur sitzt der Fondsmanager eines Mischfonds vor verschiebbaren Reglern. Wird ein einzelner Regler betätigt, verleiht das einer bestimmten Eigenschaft Intensität. Im Gegenzug wird ein anderer Regler nach unten angepasst, um das Gesamtwerk zu harmonisieren. Der Mischfonds rundet jedes Portfolio ab und sollte Musik für Ihr Anleger-Ohr sein.

Mischfonds investieren in Aktien als auch in Anleihen und Immobilien. Die Ausrichtung hängt von der jeweiligen Marktsituation ab. Gemischt werden bei diesem Fondstyp der Aktienfonds mit dem Rentenfonds, um konkrete Anleger-Bedürfnisse zu befriedigen. Aktien verkörpern Beteiligungen, deren Wert im Optimalfall hoch ansteigt. Die Rendite kann vor dem Kauf der Aktien jedoch nicht genau vorausgesagt werden. Anleihen hingegen sind Wertpapiere, die einen festen Zins und somit einen bestimmten Gewinn, garantieren. Mit Aktien lassen sich hohe Renditen erzielen. Das Verlustrisiko ist aber gleichermaßen groß. Anleihen versprechen gemäßigte Gewinne, die Anleger dafür sicher einnehmen. Die gekonnte Kombination beider Arten von Wertpapier bürgt für mittelhohe Renditen und ein moderates Risiko.

Fondsmanager behalten den Aktienmarkt kontinuierlich im Auge. Fallen die Kurse, reagieren die Manager und investieren verstärkt in festverzinsliche Wertpapiere. Bei einem Ausblick auf positive Kurse wird wiederum auf mehr Aktien im Fonds gesetzt. Je nach Lage an den Börsen passen die Fondsmanager das Verhältnis von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren an. Die Gesetze bieten auch Freiräume für die Investition in Immobilienfonds. Zumindest von einem Teil des Mischfondskapitals. Dadurch kann ein Mischfonds eine komplette Vermögensverwaltung darstellen. Er streut das Risiko für den Anleger und überzeugt mittels spannender Renditechancen, aufgrund des Aktienanteils.

Die Risikobereitschaft der Anleger wirkt in die Gestaltung des Mischfonds ein. Diese fällt dynamisch, ausgewogen oder konservativ aus. Das Risiko ist bei den dynamischen Mischfonds am größten. Sicherheitsorientierten Anlegern wird der ausgewogene Mischfonds empfohlen. Haben Anleger noch wenig Erfahrung mit Fonds gemacht, stellt der konservative Mischfonds eine attraktive Möglichkeit zum Investieren dar.

Rentenfonds Der Fonds für solide Gewinne bei geringem Risiko.

Es gibt bestimmte Gerichte auf der Speisekarte, die man immer bestellen kann. Bei diesen Klassikern, kann man einfach nichts falsch machen. Außergewöhnliche Überraschungen bleiben einem zwar erspart. Dafür verzieht man niemals das Gesicht. Der Rentenfonds verspricht, so ein bodenständiger Genussbringer zu sein. Vertrauen Sie auf seine risikoarmen Zutaten.

Festverzinsliche Wertpapiere geben Anlegern schon vor dem Kauf die Ertragshöhe vor. Das Anlageziel entspricht im Regelfall dem tatsächlichen Ertrag. Oder fast genau. Traditionell zählen Anleihen von Unternehmen oder Staaten, wie beispielsweise Bundesschatzbriefe, zu den festverzinslichen Wertpapieren. Die Laufzeit ist meistens festgelegt. Der Zinssatz, fest oder variabel, bestimmt den Ertrag am Ende der Laufzeit. Sicher ist diese Anlage auf jeden Fall, die Profite fallen gemäßigt aus. Ein besonderer Typus des Fonds nutzt das geringe Verlustrisiko der festverzinslichen Wertpapiere, generiert für Anleger aber ansprechende Erträge: Der Rentenfonds.

Die Rendite von Rentenfonds stützt sich auf die Kursänderung von Anleihen. Im Fondstopf befinden sich viele verschiedene Anleihen. Steigt bei einigen davon der Wert, hat das positive Auswirkungen auf den Fondsanteil des Anlegers. Rentenfonds gelten als ein sicheres Investment mit mittleren Renditen. Die einzelnen Rentenfonds unterscheiden sich nach Laufzeit, Emittenten sowie Regionen, in die sie investieren.

Manche Rentenfonds reagieren sensibel auf Kursschwankungen. Abhängig ist diese wünschenswerte Eigenschaft von der Laufzeitstruktur der Anleihen. Die Rentenfonds, welche ihr Kapital auch außerhalb Europas anlegen, unterliegen zusätzlichen Währungsschwankungen. Neben dem Zins-und Emittentenrisiko können die Währungsschwankungen auch diese Anlagestrategie positiv beeinflussen.

Indexfonds / ETF Der Fonds, der die Entwicklung des Marktes nachbilden soll.

Folgt man der Mode, ist man niemals unpassend gekleidet. Man erlebt keine Peinlichkeiten mehr. Jedem, der einfach nur mitläuft, entgeht aber ein Funke Individualität, weil er sich an die Masse bindet. Dabei verliert er den Blick für wahre Schönheit. Der Indexfonds hält sich an die Norm, ohne dabei einen Trend auszulassen. Er löst Ihre Anlegerziele elegant, setzt aber keine großen Akzente.

Der Börsenindex ist eine Größe, welche die Entwicklung eines Börsensegments angibt. Zu den bekanntesten Indizes zählen der DAX, der Dow Jones, Nasdaq oder Nikkei. Ein Indexfonds investiert vorwiegend in Wertpapiere, die einen Index so gut wie möglich nachbilden. Entspricht die Entwicklung eines bestimmten Wertpapiers dem Index, wird dieses bevorzugt in einen Indexfonds aufgenommen. Beim Indexfonds spricht man auch vom passiv gemanagten Fonds. Bei einem herkömmlichen Investmentfonds versucht der Fondsmanager aktiv den Wert des Index zu übertreffen. Obwohl dieser einen Richtwert für seine Strategie vorgibt. Dem Indexfonds darf er keine Wertpapiertitel hinzugeben, die im Index nicht enthalten sind. Die Entscheidung für einen bestimmten Wertpapiertitel erfolgt meist elektronisch – ein aktives Management durch einen Fondsmanager wird also nicht mehr benötigt. Dadurch entfallen auch höhere Verwaltungskosten.

Die Rendite eines Indexfonds passt sich an die Entwicklung des Index an. Dem Anleger erspart dieser Fonds den Aufwand, sich mit der Marktsituation zu beschäftigen. Fragen zur Qualität des Fonds entfallen, die Verwaltungskosten sind auch geringer als beim aktiv gemanagten Fonds. Als Anleger verzichten Sie allerdings auf Gewinnchancen, die der Manager eines aktiv gemanagten Fonds für Sie ergreifen könnte.

Ein ETF (Exchange Traded Funds) bildet die Wertentwicklung eines bestimmten Aktienmarkts, die durch seinen Index charakterisiert wird, in seiner Vollständigkeit ab. Hierfür muss er nicht zwangsweise alle Aktien des Index mit deren Gewichtung im ETF enthalten haben. Manche ETF nutzen hierfür eine individuelle Selektion, was allerdings zu Abweichungen führen kann. Der ETF bildet dann die Wertentwicklung des Index nicht genau nach. Viele ETF bevorzugen jedoch die synthetische Abbildung des Index. Dabei werden gar keine der im Index enthaltenen Titel erworben, sondern mittels anderer Finanzinstrumente wird die Wertentwicklung des Index nachgebildet. Dies geschieht über Computerprogramme, die mit dem Unternehmen, welche den Index aufgelegt haben, vernetzt sind. Und von diesen erhalten die Computer die Daten zur Indexentwicklung. Ein menschliches Eingreifen ist hierbei nicht mehr nötig, was zu einer Kostenersparnis führt. Da ETF an der Börse gehandelt werden können, schwanken deren Kurse, wie bei anderen an der Börse gehandelten Wertpapieren. Im Gegensatz zum Indexfonds bei dem der Kurs nur einmal täglich festgestellt wird.

Immobilienfonds Der Fonds, der auf Gebäude und Grundstücke setzt.

Wer mit Immobilien Häuser versetzen möchte, sollte ein solides Anlage-Fundament schaffen. Das kann profitabel sein. Sofern man Geduld mitbringt und ein Fonds nicht auf Sand gebaut ist. Prüfen Sie die Konditionen Ihres Immobilienfonds vor dem Kauf genau.

Eine Immobilie muss hohe Anforderungen erfüllen, um in einen Fonds aufgenommen zu werden. Fondsmanager investieren vorwiegend in Immobilien oder Grundstücke, die sich in ausgezeichneter Stadtlage befinden. Weltweit werden diese Immobilien als Position in Fonds aufgenommen: Vor allem in Immobilienfonds. Der langfristige Wertzuwachs einer Immobilie und die Mieteinnahmen verantworten die Entwicklung des Fonds. Für Anleger empfiehlt es sich, die Anteile an einem Immobilienfonds länger als 5 Jahre zu halten. Erfahrungsgemäß entsteht dadurch eine gute Rendite. Anleger können ihren Fondsanteil zwar jederzeit unter Einhaltung bestimmter Fristen zurückgeben, doch langfristige Investments lohnen sich zunehmend.

Der aktuelle Wert Ihres Fondsanteiles lässt sich oft nicht so leicht ermitteln, weil Immobilien häufig nur einmal im Jahr bewertet werden. Festgehalten werden die Werte zum Großteil von unabhängigen Gutachtern. Die Anlage in Immobilienfonds war in der Vergangenheit auch von Liquiditätsproblemen gekennzeichnet. Weil zu viele Anleger zur gleichen Zeit Fondsanteile zurückgeben wollten und der Fonds an seine Liquiditätsgrenzen gestoßen war, mussten zahlreiche Immobilienfonds liquidiert werden. Das hatte zur Folge, dass die Anleger sehr lange auf die Auszahlung warten mussten. Um dieses Problem zukünftig zu vermeiden, wurden Gesetze angepasst: Die Mindesthaltedauer für private Anleger beträgt nun 24 Monate. Der Verkaufsauftrag muss zudem mit einer Vorlauffrist von 12 Monaten erteilt werden.

Garantiefonds Der Fonds, der Kapital und Renditen durch Garantien absichert.

Verbrennen kann man sich beim Grillen immer. Auch wenn der Hersteller den Grill mit einem Sicherheits-Siegel beklebt. Oder in der Bedienungsanleitung steht, dass kein Fett spritzt, wenn das Grillgut lange genug durchgebraten wurde. Im Anlagegeschäft kann man Risiken ebenso vermeiden und sich Sicherheiten garantieren lassen. Der schlaue Anleger weiß aber: Zu hundert Prozent gefahrlos ist keine Investition. Garantiefonds stehen für ganz spezielle Sicherheiten. Klug ist es, diese mit den Ertragsmöglichkeiten abzuwägen.

Ein Garantiefonds investiert sein Kapital vorwiegend in Rentenpapiere. Nur ein geringer Teil des Fondsvermögens fließt in Aktien. Der Fonds stellt auf den ersten Blick einen sehr soliden Anlagetyp dar. Anleger erhalten eine Garantie, dass sie das eingesetzte Kapital gewiss wieder zurückbekommen. Darüber hinaus, versichert der Garantiefonds eine bestimmte Rendite. Anleger wählen ihre bevorzugte Variante der Absicherung aus. Das klingt vorerst sehr vernünftig, doch Anleger müssen sich dem Prinzip des Garantiefonds bewusst sein. Die gängige Kapitalgarantie soll für den Anleger Risiken minimieren. Wenn er sein eingesetztes Kapital bis zum festgelegten Datum im Fonds behält, bekommt er mindestens sein eingesetztes Kapital wieder zurück. Zwitterkonstruktionen des Fonds versprechen zusätzlich den Fondsanteil im Höchstkurs auszuzahlen, der während der Laufzeit auftrat. Bei diesen Fondsvarianten gilt die Garantie allerdings nur bei Einhaltung des Fälligkeitstermin. Verkaufen Sie Ihren Anteil des Garantiefonds schon davor, müssen Sie mit einem Verlust rechnen.

Am Markt bestehen auch andere Varianten des Garantiefonds. Diese begrenzen die Laufzeit nicht, stellen Anlegern aber dennoch Garantien in Aussicht. Etabliert hat sich unter anderem eine Art Karabinersystem: Der Kurs des Fondsanteils hängt an einem bestimmten Niveau, das als Sicherheitswert fixiert wurde. Steigt der Wert des Fondsanteils um einen davor vereinbarten Prozentsatz, bildet dieser das neue Sicherheitsniveau ab. Der Kurs des Fondsanteil hängt nun als Garantie am aktuellen Sicherheitsniveau. Eine weitere Variante des Garantiefonds bietet auch Teilschutz: Der Fonds ist so konstruiert, dass sein Wert innerhalb einer Frist nur bis zu einer festgelegten Prozentzahl an Wert verlieren darf. Meistens beträgt die Frist ein Kalenderjahr. Das mag für Anleger anfangs attraktiv wirken, doch birgt der Teilschutz Tücken in sich. Sinken die allgemeinen Börsenkurse über einige Jahre, kann sich auch der Wert Ihres Fondsanteils stark verringern. Das selbe passiert, wenn die Fondsmanager schlecht wirtschaften.

Die Rendite fällt bei allen Garantiefonds meist bescheiden aus. Die Kosten für sämtliche Garantien, Absicherungen und Schutznetze sind hoch. So werden diese indirekt auf den Anleger übertragen. Beim Garantiefonds entgehen Ihnen also wertvolle Renditechancen. Die verschiedenen Varianten des Garantiefonds haben außerdem gemeinsam, dass sie die Wertentwicklung des Marktes nur zu einem Bruchteil nachvollziehen. Der Garantiefonds ist daher ausschließlich für diejenigen Anleger eine gute Wahl, die eine bequeme, sichere und kalkulierbare Anlage suchen. Im Gegenzug muss mit geringen Renditen gerechnet werden.

Geldmarktfonds Der Fonds, zum sicheren Parken Ihres Geldes.

Für alle, die es eilig haben: Der Geldmarktfonds lohnt sich für Sie. Nutzen Sie ihn als sinnvolle Option, Ihr Geld zu parken.

Der Geldmarktfonds investiert bevorzugt in festverzinsliche Wertpapiere. Vor allem in Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit, in Bankguthaben, Schuldscheindarlehen und Anleihen. Die Rendite ist stark an die Zinsentwicklung des Geldmarktes gebunden. Der Fonds unterliegt kaum Kursschwankungen. Und wird ohne Ausgabeaufschlag verkauft. Wenn Ihr Anlagehorizont auf kurze Zeit ausgerichtet ist, könnte der Geldmarktfonds für Sie interessant sein.

Der reine Geldmarktfonds investiert beinahe zu hundert Prozent in kurzfristige Guthaben. Die Guthaben werden in verschiedenen Währungen geführt. Hinzu kommen festverzinsliche Wertpapiere mit ausschließlich kurzer Laufzeit. Dieser Fonds unterscheidet sich vom klassischen Cashfonds. Beim Cashfonds sind lediglich 75 Prozent aller Titel Bankguthaben. Eine weitere Variante ist der geldmarktnahe Fonds, bei welchem nie mehr als 49 Prozent in Mittel des Geldmarktes investiert werden.

Dachfonds Der Fonds, der in andere Fonds investiert und Kräfte bündelt.

Kräfte bündeln. Noch effektiver sein. Verluste so gut wie möglich ausgleichen. Was ein einzelner Fonds kann, können mehrere Fonds im Paket schon lange: Der Dachfonds bietet ein Format dazu.

Dachfonds investieren nur in Investmentfonds. Viele verschiedene Fonds streuen das Risiko noch besser, als ein einzelner Fonds. Anleger genießen dadurch eine hohe Sicherheit. Der Dachfonds fügt seinem Depot Investmentfonds mit besonders guter Performance hinzu. Dennoch wird in drei Fondsvarianten kategorisiert: Der Offensive Dachfonds enthält hauptsächlich Aktienfonds. Beim defensiven Dachfonds prägen Rentenfonds das Depot. Ein ausgewogener Dachfonds schlägt den Mittelweg ein und kombiniert die Vorzüge der beiden anderen Fondsvarianten. Bekannt sind die Fondsvarianten auch unter anderen Bezeichnungen. Werden einem Dachfonds die Begriffe „Wachstum“, „Dynamik“ oder „Chance“ zugesprochen, spricht man häufig von einem offensiven Dachfonds. Trägt ein Dachfonds die Eigenschaften „konservativ“ oder „sicher“ im Namen, geht man von einem defensiven Dachfonds aus.

Mit der Auflage eines Dachfonds wird festgelegt, wie das Verhältnis zwischen Aktien- und Rentenfonds ausfällt. Der Dachfondsmanager muss sich an die Vorgabe halten. Die Rendite eines Dachfonds ist stark kostenabhängig. Werden viele Fonds ins Depot geholt, trägt der Dachfonds die Kosten der einzelnen Fonds mit. Der Anleger sollte darauf achten, welche Einzelfonds der Fondsmanager auswählt. In manchen Fällen nimmt der Manager nur Fonds aus dem eigenen Konzern oder der eigenen Gesellschaft auf. Somit werden die attraktivsten Angebote des gesamten Marktes nicht beachtet. Die Aufnahme von konzerneigenen Fonds hat allerdings auch einen Vorteil. Die Fondskosten fallen geringer aus, da bei eigenen Fonds die Gebühren nicht doppelt berechnet werden.

Hedgefonds Der Großanleger-Fonds, der sich auf Spekulationen ausrichtet.

Das verlockende Spiel mit dem Kurs: Der Hedgefonds verleiht Ihrer Rendite wahre Höhenflüge. Oder stürzt die gesamte Investition in dunkle Tiefen.

Hedgefonds richten sich strategisch auf Spekulationen aus. Diese Eigenschaft ermöglicht vielfältige Optionen der Investition. Anleger profitieren von den beinahe uneingeschränkten Möglichkeiten des Fonds. Sein Spektrum ist breit gefächert: Anlagen in Aktien, Options- und Futuregeschäfte (Termingeschäfte) oder Rentenpapiere sind ohne weiteres möglich. Einzelne Hedgefonds (Single-Hedgefonds) können nur über das Ausland erworben werden. Das deutsche Recht, lässt ausschließlich den Verkauf von Dach-Hedgefonds zu. Spekulationen strotzen vor hohen Gewinnchancen. Doch sollten Anleger hohe Verluste nicht ausschließen. Ein Dach-Hedgefonds investiert sein Kapital in verschiedene Single-Hedgefonds. Aufgrund der Streuung, riskieren Anleger mit ihm weniger als bei der Investition in einen Single-Hedgefonds. In beiden Fällen ist der Totalverlust des eingesetzten Kapitals dennoch möglich.

Ein Hedgefonds nutzt die Preisdifferenzen an verschiedenen Märkten aus. Er bedient sich außerdem an einzelnen Unter- und Überbewertungen. Weichen Werte von der üblichen Norm ab, spekulieren Fondsmanager auf die Anpassung dieser Werte an den Normbereich. Es wird auf Kursgewinne- oder Verluste gewettet. Die Fondsmanager spekulieren auf alles, was an der Börse gehandelt wird (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen). Gehen die Wetten auf, verdienen die Hedgefonds zu jeder Zeit Geld. Theoretisch zumindest. Die Fonds bewegen enorme Summen und beeinflussen durch ihre hochspekulative Orientierung das gesamte Finanzsystem. Darauf reagieren Politik, Notenbanken und Aufsichtsbehörden mit der Ankündigung einer internationalen Regulierung der Hedgefonds. Anbieter der Fonds werden in der Zukunft streng beaufsichtigt. Der Hedgefonds ist für Kleinanleger nicht geeignet.