Anlagemöglichkeiten

Die Ansprüche von Anlegern unterscheiden sich. Der Investmentfonds richtet sich danach und überzeugt durch eine hohe Flexibilität.

Mehr über den FondsGuru

Einmalanlage Spart Kosten beim Fondskauf.

Eine Einmalanlage ist eine einmalige Einzahlung in einen Fonds, meist eine größere Summe. Somit verteilt der Anleger schon mit einer Zahlung sein Kapital mit nur einem Fonds auf verschiedene Wertpapiere und Immobilien und profitiert von deren Wertzuwachs und minimiert sein Risiko.

Bei der Einmalanlage ist es entscheidend, einen günstigen Anlagezeitpunkt zu wählen, da davon der Anlageerfolg abhängt. Hier gilt es das Marktgeschehen zu beobachten und zum Beispiel Fondsanteile eines Aktienfonds zu kaufen, wenn die Kurse niedrig sind. Wenn das Zinsniveau am Kapitalmarkt hoch ist, dann ist ein günstiger Zeitpunkt gegeben, um Anteile eines Rentenfonds zu kaufen.

Hier finden Sie das Ergebnis der Wertentwicklung von Fonds bei einer Einmalanlage:
Wertentwicklung Einmalanlage - Fondskategorien zum Stichtag 30.6.2017
Wertentwicklung Einmalanlage - einzelne Fonds zum Stichtag 30.6.2017

Fondssparplan Die rentablere Alternative zum Festgeldkonto.

Ein Fondssparplan bietet dem Anleger die Möglichkeit, schon mit einem relativ kleinen monatlichen Betrag (ab 25 Euro) in einen Investmentfonds zu sparen.

Bei dieser Anlagemöglichkeit handelt es sich um die regelmäßige Zahlung eines bestimmten Betrages zum Kauf von Investmentanteilen. Ein Fondssparplan bietet dem Anleger eine hohe Flexibilität. Es gibt anders als bei Banksparplänen keine feste Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und feste Einzahlungsbeträge. Die Mindestsumme muss eingehalten werden, ansonsten kann die Sparrate beliebig erhöht werden und bei einem finanziellen Engpass kann die Zahlung mehrere Monate ausgesetzt werden.

Das Fondsguthaben kann durch den Anleger ganz oder in Teilen verkauft werden.

Hier finden Sie das Ergebnis der Wertentwicklung von Fonds bei Sparplänen:
Wertentwicklung Sparplan - Fondskategorien zum Stichtag 30.6.2017
Wertentwicklung Sparplan - einzelne Fonds zum Stichtag 30.6.2017

Vermögenswirksame Leistungen (VL) Die finanzielle Absicherung für Arbeitnehmer.

Vermögenswirksame Leistungen sind eine staatlich geförderte Sparform, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Jeder Arbeitnehmer, der in einem tarifvertraglich geregelten Beschäftigungsverhältnis steht, hat Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss zu seinen vermögenswirksamen Leistungen (kurz VL genannt). Abhängig vom Tarifvertrag und von der individuellen Betriebsvereinbarung zahlt der Arbeitgeber bis zu 40 Euro an VL monatlich zusätzlich zum normalen Gehalt. Die VL können in verschiedenen Anlageformen bespart werden, wie Bausparpläne, Banksparpläne und auch Fondssparpläne.

Kosten entstehen durch eine jährliche Gebühr für die Führung des VL-Vertrags und durch eine Abschlussgebühr, die bis zu 4 Monatsraten betragen kann. Die Höhe der Abschlussgebühr wird vom Anbieter festgelegt, es gibt Fondsvermittler, die darauf jedoch gänzlich verzichten.

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer unabhängig von seinem Einkommen vermögenswirksame Leistungen anlegen, eine Arbeitnehmersparzulage vom Staat erhalten aber nur Arbeitnehmer, die bestimmte Brutto-Einkommensgrenzen nicht überschreiten (20.000 Euro Alleinstehende, 40.000 zusammen Veranlagte). Die Arbeitnehmersparzulage gewährt der Fiskus unabhängig vom Arbeitgeberzuschuss.

VL werden bis zu einem jährlichen Betrag von insgesamt 870 Euro gefördert, 400 Euro VL-Zahlungen in Aktienfonds (ca. 33 Euro pro Monat) und 470 Euro VL-Zahlungen in einen Bausparvertrag. Wer VL in einem Aktienfonds bespart erhält 20 % Zulage: Wer pro Jahr 400 Euro VL in einen Aktienfonds einzahlt, erhält vom Staat jedes Jahr 80 Euro obendrauf. Bausparer unterstützt der Staat mit einer neunprozentigen Zulage auf ihre VL-Einzahlungen. Pro Jahr sind das maximal 42,30 Euro (neun Prozent von 470 Euro). Der staatliche Zuschuss muss vom VL-Sparer im Rahmen seiner Einkommenssteuererklärung beantragt werden und wird ihm am Ende des siebten Jahres in einer Summe überwiesen.

Die Einzahldauer eines VL-Vertrages in einen Aktienfonds beträgt sechs Jahre, während dieser Zeit sind die Fondsanteile für Verfügungen gesperrt. Die Sperrfrist des Vertrages endet am 31.12. des Jahres in dem das Ende der Einzahldauer erreicht wurde. Nach Ablauf der Sperrfrist kann der Anleger über die Fondsanteile (Summe aus Einzahlungen, Erträgen und staatlichen Zulagen) verfügen oder diese weiter im Depot belassen, bis das Kapital benötigt wird.

Wenn ein VL-Vertrag vorzeitig gekündigt wird, dann werden keine staatlichen Zulagen gewährt. Die Depotbank zahlt den Anleger aus, wofür Sie unter Umständen eine Bearbeitungsgebühr nimmt.

Die Auswahl der Anlageform hängt von den Anlagezielen des Anlegers ab. Mit einem Aktienfonds lassen sich auf lange Sicht hohe Renditen erzielen, selbst wenn am Ende der Laufzeit die Kurse nicht optimal sind. Die Fondsanteile können beliebig lange im Depot bleiben, so dass der Anleger zum bestmöglichen Zeitpunkt seinen Fonds verkaufen kann.

Hier finden Sie das Ergebnis der Wertentwicklung vermögenswirksamer Anlagen in deutschen Aktienfonds:
Wertentwicklung VL-Sparpläne mit deutschen Aktienfonds

Riester-Rente Die finanzielle Absicherung für Arbeitnehmer.

Ein Riester-Sparvertrag ist eine alternative Form der privaten Altersvorsorge zum Fondssparplan. Die Sparleistungen werden mit Zulagen und Steuervorteilen gefördert. Darüber hinaus können sie die eingezahlten Beiträge von der Steuer absetzen und für Kinder zusätzliche Zulagen vereinnahmen. Aus den eingezahlten Beiträgen, den staatlichen Zulagen und Steuervorteilen und dem Wertzuwachs der Geldanlage errechnet sich die Rentenleistung.

Durch die staatlichen Zulagen und Steuervorteile kann die Rendite eines Riester-Sparvertrages ein hohes Niveau erreichen. Ausschlaggebend ist die Höhe der Förderung allerdings vom Einstiegsalter des Sparers und seinen persönlichen Einkommens- und Familienverhältnissen.

Riester-Verträge sind nur in bestimmten Anlageformen möglich, wie Fonds, Banksparpläne und Rentenversicherungen. Die Anbieter werden genau geprüft und erhalten ein Zertifikat für ihr Riester-Angebot.

Alle Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung und Beamte, Soldaten und Angestellte des öffentlichen Dienstes können einen Riester-Sparplan abschließen. Nicht förderungsberechtigte Ehepartner können auch einen Riester-Vertrag abschließen, wenn der Förderungsberechtigte einen Vertrag abgeschlossen hat.

Die maximale Grundzulage sind für Ledige 154 Euro, für Verheiratete 308 Euro. Für jedes Kind gibt es 185 Euro (geboren bis 31.12.2007), für Kinder, die nach dem 01.01.2008 geboren sind sogar 300 Euro. Auszubildende und Berufseinsteiger, die bis zu dem Jahr, in dem sie 25 Jahre werden, einen Riester-Vertrag abschließen und den Mindestbetrag einzahlen, erhalten einmalig 200 Euro Extrazulage.

Wer die volle Zulage erhalten will, muss im Jahr 4 Prozent seines rentenversicherungspflichtigen, also nicht des steuerpflichtigen (!) Bruttolohns aus dem Vorjahr in einen Riester-Vertrag ansparen. Maximal werden allerdings nur 2100 Euro gefördert. Der Sparer muss nicht den gesamten Höchstbeitrag von 4 Prozent selbst aufbringen, denn dieser setzt sich aus dem Eigenbeitrag und den staatlichen Zulagen zusammen. Wer weniger als den Höchstbeitrag sparen möchte, bekommt entsprechend weniger Zuschuss vom Staat. Zahlt der Sparer beispielsweise nur die Hälfte des eigenen Beitrags ein, bekommt er auch nur 50 Prozent der maximalen Zulage. Es gibt außerdem einen Mindestbeitrag, der nicht unterschritten werden darf. Dieser liegt bei 60 Euro.

Die Vorteile eines Riester-Sparvertrages liegen nicht nur im Vertrag selbst, sondern auch in den steuerlichen Zulagen, die für die gesamte Förderdauer beantragt werden müssen.

Bei einem Riester-Vertrag über eine Fondsgesellschaft gibt es folgende Unterschiede zu einem normalen Fondssparplan: Der Anleger kann während der Ansparphase nicht über das gesamte Vermögen verfügen. Einzige Ausnahme ist ein Eigentumserwerb.

Ab dem 60.igsten Lebensjahr frühestens beginnt die Auszahlung der Riester-Rente. Maximal 30 % des angesparten Kapitals kann sich der Anleger in einer Summe auszahlen lassen. Der restliche Betrag wird als lebenslange Rente monatlich ausbezahlt.

Bisher ist das Angebot noch recht begrenzt. Die Anbieter müssen den Erhalt des Kapitals garantieren, daher werden die eingezahlten Beiträge meist in einen universellen Mischfonds angelegt oder eine Kombination aus Renten-und Aktienfonds. Das Verhältnis hängt vom Alter ab, damit die Sicherheit der Rendite in Richtung Rente gewährleistet ist.

Um einen Riester-Vertrag abzuschließen sollte sich der Anleger richtig informieren unter anderem bei der Deutschen Rentenversicherung und bei den Fondsgesellschaften die Riester-Fondssparpläne anbieten: Deka, DWS, Hansa und Union Investment. Fondsvermittler bieten die Sparpläne teilweise günstiger als die Gesellschaften selbst an, hier lohnt sich auch ein Blick.

Das Risiko bei einem Riester-Vertrag ist beschränkt, da der Anleger zumindest immer seine Beiträge plus Zulagen ausgezahlt bekommt. Je nach Fondsauswahl und Performance des Fonds kann der Anleger mit einem Riester-Sparvertrag hohe Renditen erzielen.

Riester-Verträge sind verwaltungsintensiv, daher berechnen einige Fondsgesellschaften neben den Ausgabeaufschlägen und Verwaltungskosten auch für das Depotkonto laufende Gebühren. Bei einer vorzeitigen Beendigung des Vertrages oder einem Anbieterwechsel können Kosten in Höhe von 25-50 Euro auf den Anleger zukommen.