Glossar

Anlageerfolg: fängt an mit A wie Achtsamkeit, die nicht in Z wie Zukunft enden sollte.

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Glossar – das kompakte ABC der Finanzbranche. Eine Übersicht von wichtigen Wörtern, damit Ihre Taten folgen.

Die Finanzwelt gestaltet kreative Produkte für Anleger und nutzt zur Erklärung eine eigene Sprache. Erlernen Sie die Grundkenntnisse, verstehen Sie die Funktion eines Investments. Es lohnt sich zudem, die Bedeutung der wichtigsten Anlagen wirklich zu verstehen. Danach fällt die Entscheidung leichter, welche Methode Sie zur Wertsteigerung Ihrer Mittel auswählen sollen. FONDSGURU24 stellt Ihnen einen kompakten Finanz-Glossar zur Verfügung und erläutert aktuelle Finanzbegriffe. So können Sie Ihre Kompetenzen erweitern. Und die Sprache der Gewinner nach kurzer Zeit fließend sprechen. Setzten Sie das Wissen gezielt für Ihre Vorhaben ein.

31 Einträge mit dem Buchstaben I

Immobilienfonds

Dieser Fonds investiert vorwiegend in Immobilien, die einen hohen Wertzuwachs versprechen. Man nennt den Fonds auch den offenen Immobilienfonds. Das Kapital wird bei diesem Typus Fonds also in Gebäude und Grundstücke angelegt. Sie zielen auf eine hohe Wertsteigerung ab, durch die Einnahme von Mieterträgen. Bewertet wird das Fondsvermögen von Sachverständigern beziehungsweise einem Sachverständigernausschuss, der immer unabhängig ist.

Income-Funds

Bei diesem Investmentfonds wird darauf abgezielt, dauerhaft Erträge in Form von Kupon- oder Dividendenzahlungen von Anleihen oder Aktien einzunehmen. Ein hohes Gewinnwachstum spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Besonders konservativ orientierte Anleger, welche sich vor volatilen Aktienmärkten schützen wollen, profitieren von den Income-Funds.

Index

Ein Index bildet die Entwicklung bestimmter Werte zusammengefasst ab. Ausgewählt werden dafür die repräsentativsten Basiswerte eines bestimmten Bereichs in einem bestimmten Zeitraum. Der Index hat sich als eine Form von Marktbarometer etabliert. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist ein populärer Index und zugleich Barometer für den deutschen Aktienmarkt.

Index-Zertifikate

Dieses Zertifikat ist eine Schuldverschreibung. Die Wertentwicklung des Indexzertifikats hängt von der Entwicklung eines Index ab. Das Indexzertifikat ist kein Sondervermögen, wie der ETF. Anleger müssen also mit einem Emittentenrisiko rechnen. Geht der Herausgeber des Indexzertifikats pleite, können Sie als Anleger Ihr komplettes Anlagekapital verlieren. Indexzertifikate sind börsennotiert. Sie bieten dem Anleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung eines bestimmten Index teilzunehmen. Der Anleger muss die Aktien, welche im Index enthalten sind, selbst nicht besitzen. Indexzertifikate können sowohl auf internationale, als auch auf europäische oder nationale Indizes ausgerichtet sein. Ein bestimmter Index wird exakt abgebildet, seine Veränderungen stets automatisch berücksichtigt. Mit dem Erwerb eines Indexzertifikats hat der Anleger auch einen Anspruch auf Zahlung eines Geldbetrages, der abhängig vom dem ihm zu Grunde liegenden Index ist. Die Laufzeit von Indexzertifikaten ist im Regelfall begrenzt. Allerdings gibt es auch Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit. Die Verwaltungsgebühren und Ausgabeaufschläge werden normalerweise nicht berechnet. Es sind keine Zins- und Kuponzahlungen vorgesehen. Bei Indexzertifikaten, die sich an Performance Indizes orientieren, sind in der Wertentwicklung des Zertifikats neben dem Kursgewinnen auch Dividenden inkludiert.

Indexfonds

Bildet ein Fonds vorzüglich einen Index ab, spricht man von einem Indexfonds. Die aktiven Entscheidungen eines Fondsmanagers werden überflüssig, deshalb spricht man auch vom passiv gemanagten Fonds. Ein anerkannter Indexfonds ist der ETF (ein börsengehandelter Indexfonds). Zu beachten ist, dass allerdings nicht alle ETFs unbedingt Indexfonds sind. In den meisten Fällen verwendet man die beiden Begriffe aber synonym. In den 1970er Jahren wurde zum ersten Mal ein Indexfonds aufgesetzt (in den USA). Sie sind darauf ausgerichtet, die zugrundeliegende Benchmark so genau wie möglich abzubilden. Die Portfoliostruktur wird dabei kontinuierlich angepasst. Der Anleger nimmt also an der Performanceentwicklung des Index teil. Indexfonds werden im Normalfall passiv gemanagt, das heißt, es gibt keinen Fondsmanager, der aktiv Wertpapiertitel für den Fonds auswählt oder vorhandene Titel veräußert. Anleger sparen sich beim Indexfonds die Transaktionskosten, verzichten in der Regel auf wichtige Gewinnchancen, die ein aktiver Fonds bieten würde.

Indexierung

Die Kopplung von ausgewählten Größen eines Fonds an einen Index, nennt man Indexierung. Investmentfonds richten sich normalerweise auf den Vergleichenden (also die Benchmark) aus. Beispiele dafür sind der DAX, Dow Jones Euro Stoxx 50 SM, TecDAX, MSCI World. Elementar ist die Indexierung auch bei Immobilienfonds. Mietverträge, welche die Fondsgesellschaft abgeschlossen hat, werden oft mit einer Indexierungsklausel ausgestattet. In diesen Klauseln wird erwähnt, dass bei einer hundertprozentigen Indexierung auch der Mietzins entsprechend der vom Statistischen Bundesamt errechneten allgemeinen Inflation sukzessive steigt.

Indikator

Eine Kennzahl, die regelmäßig berechnet wird, bezeichnet man in der Branche auch als Indikator. Ein Indikator lässt Rückschlüsse auf andere nicht messbare Größen zu. Für Investoren ist es besonders wichtig, die publizierten Konjunkturindikatoren (herausgegeben von den Wirtschaftsforschungsinstituten), zu kennen. Einige Frühindikatoren, wie zum Beispiel Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften oder der Auftragseingang ermöglichen Aussagen zu treffen, welche die zukünftige Wirtschaftsentwicklung betreffen. Präsensindikatoren sind unter anderem das Bruttoinlandsprodukt oder die Kapazitätsauslastung. Diese Indikatoren sollen ein Spiegel für den aktuellen Zustand der Konjunktur sein. Im Gegensatz zu den Spätindikatoren, wie der Höhe der Arbeitslosigkeit oder den Entwicklungen der Preise, reagieren die Spätindikatoren meistens zeitverzögert auf die Konjunkturentwicklung. Für die Fundamentalanalyse von Wertpapieren sehr relevante Indikatoren sind Kurs-/Gewinnverhältnis (KGV), Jensen’s Alpha, Treynor-Ratio und die Information Ratio.

Industrieanleihen

Als Industrieanleihe bezeichnet man eine Anleihe, welche von einem Unternehmen ausgegeben wird.

Inflation

Die Inflation ist der Prozess der Geldentwertung, der vor allem von der allgemeinen Preiserhöhung beeinflusst wird. Der Prozess ist anhaltend. Für eine Geldeinheit kann man kontinuierlich weniger kaufen. Die Inflationsrate ist ein prozentueller Anstieg des Preisniveaus, innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Information Ratio

Die Information Ratio ist ein Maß, welches Auskunft zur Performance beziehungsweise zur erzielten Differenzrendite eines Fonds geben sollte. Berechnet wird die Differenzrendite mit der Information Ratio auf Basis einer Einheit des übernommenen Abweichungsrisiko von einem festgelegten Index. Besonders geeignet ist die Information Ratio zum Vergleich eines Fonds mit Alternativprodukten. Es lässt sich ein Rating entwickeln. Die Fonds sind besser zu beurteilen, deren Kennzahl-wert höher ist.

Informationspflicht

Jede Investmentgesellschaft ist dazu verpflichtet, die Wertentwicklung eines Fonds für den Anleger offen zu legen. Das betrifft auch die Tätigkeit der Gesellschaft. Die vorliegenden Fakten sollen dem Anleger die Risiken aufzeigen, noch bevor er sich für ein Investment entscheidet. Mediendarstellungen von Entwicklungen können immer Fehler enthalten, sind oftmals zeitverzögert oder unvollständig. Anleger sollten ihre Informationen also immer besser direkt von der Investmentgesellschaft beziehen.

Innerer Wert

Der innere Wert eines Fonds entspricht dem Begriff Nettoinventarwert. Der Nettoinventarwert bezeichnet das Gesamtvermögen. Bei den Aktien, entspricht der innere Wert dem Nettosubstanzwert, also der Eigenkapitalsumme des Unternehmens pro Aktie. Die Summe des Grundkapitals, offener und stiller Reserven sowie der Gewinnvortrag geteilt durch die Anzahl der angegebenen Aktien beziehungsweise Partizipationsscheine ergibt den Nettosubstanzwert. Man muss diesen Wert vom jeweiligen aktuellen Börsenkurs unterscheiden, welcher auch die psychologischen Aspekte wie beispielsweise die künftige Ertragserwartung der Marktteilnehmer berücksichtigt. Bei Derivaten Finanzprodukten ist der innere Wert jener Betrag, welchen der Inhaber des Derivats bei sofortiger Ausübung realisieren kann. Dieser Wert entspricht dem Gewinn, welcher übrig bleibt, wenn bei der Ausübung der Option, der Basiswert (oder das Underlying) sofort verkauft wird. Dieser Wert ist niemals negativ. Der Inhaber ist nicht dazu verpflichtet, sein Ausübungsrecht wahrzunehmen.

Insider

Eine Person, welche auch Zugang zu unveröffentlichten Informationen der Branche hat, nennt man in der Regel Insider. Diese unveröffentlichten Informationen beeinflussen die Kurse. Wird mit diesen Informationen gearbeitet, um sich am Markt zu engagieren, kann das strafbar sein. Die zuständige Börsenaufsichtsbehörde verfolgt solche Fälle.

Instandhaltungskosten

Fallen während der Nutzungsdauer eines Gebäudes Kosten an, um Mängel zu beseitigen, spricht man von den Instandhaltungskosten. Die Mängel entstehen gewöhnlich aufgrund der Abnutzung oder Alterung des Gebäudes.

Institutionelle Anleger

Verfügt eine juristische Person über ein hohes Investitionsvolumen nennt man diese Person einen institutionellen Anleger. Beispiele dafür: Investmentfonds, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Banken, Versicherungen oder Pensionsfonds.

Institutionelle Anteilklasse

Diese Anteilklassen werden ausschließlich für institutionelle Anleger angeboten.

Institutionelle Fonds

Diese Publikumsfonds sind speziell auf die Bedürfnisse von institutionelle Anleger zugeschnitten.

Insurance Linked Securities (ILS)

Das ILS ist ein verzinsliches Wertpapier. Dieses Papier nimmt die Zahlungsansprüche gegen eine Zweckgesellschaft zum Gegenstand. Verbrieft werden bei der ILS die Versicherungsrisiken durch ein festverzinsliches Wertpapier. Geeignet sind die ILS besonders für eine Diversifizierung des Portfolios. Sie haben in der Regel eine geringe Beziehung zu anderen Asset-Klassen.

Interpretationsrisiko

Aufgesetzt werden können Wertentwicklungstabellen aufgrund von verschiedenen Annahmen, der Betrachtung des Stichtags und anhand verschiedener Berechnungsmethoden. Vergleiche sind dann möglich, sollten die Berechnungsmethoden und Anlagegrundsätze der betreffenden Investmentfonds gleich sein. Eine Performanceentwicklung kann in der Zukunft nicht weitergeschrieben werden.

Inverse Zinsstruktur

Sind die Zinsen für kurzlaufende Renten (Kurzläufer) höher als die Zinsen für Langläufer, spricht man von einer inversen Zinsstruktur.

Investitionsgrad

Der Prozentsatz, mit welchem in die Anlage investiert wird, die den Anlageschwerpunkt eines Fonds bildet. Vom Fondsvermögen ist zur Berechnung die Barreserve abzuziehen. Danach wird durch das Fondsvermögen dividiert.

Investment Grade

Zeigt eine Anleihe ein gutes Rating beziehungsweise eine gute Bonität, spricht man vom Investment Grade. Er beinhaltet die Beurteilung AAA, AA, A und BBB (auf Basis der Definition von Standard & Poor`s, einer bekannten Ratingagentur).

Investmentfonds

Das Sondervermögen, das von der Investmentgesellschaft beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), in Wertpapiere oder Immobilen angelegt wird, nennt man Investmentfonds. Verwahrt wird der Investmentfonds bei der Depotbank. Ein gutes Fondsmanagement ist stets darauf bedacht, Risiken optimal zu streuen und verfolgt immer die Anlagegrundsätze und Anlageziele, um die richtigen Titel für das Portfolio auszuwählen. Erreicht werden soll dadurch ein maximaler Ertrag bei entsprechendem Risiko. Siehe Kapitel „Fonds“.

Investmentgesellschaft

Eine Investmentgesellschaft (auch Investment-Trust, Kapitalanlagegesellschaft) definiert ein Unternehmen, dessen Geschäftszweck es ist, einen oder mehrere Investmentfonds zu verwalten. Deutsche Investmentgesellschaften werden als Kapitalanlagegesellschaften bezeichnet. Die Ausrichtung ihres Geschäftsbereichs ist darauf spezialisiert, das bei ihnen eingelegte Geld, im eigenen Namen, für gemeinschaftliche Rechnung der Einleger, nach dem Grundsatz der Risikomischung, in Wertpapieren oder Grundstücken, gesondert vom eigenen Vermögen, anzulegen.

Investmentgesetz

Das gültige Investmentgesetz wurde am 21.07.2013 vom KAGB abgelöst.

Investmentkonto

Ein Investmentkonto (Depot) ist ein spezielles Konto des Anlegers, das nur zur Verwahrung und Verwaltung von Fondsanteilen verwendet wird. Die Depotbank führt dieses Konto, in dem alle Käufe und Verkäufe von Fondsanteilen verbucht werden.

Investmentprozess

Die strukturierte Vorgehensweise, welche bei der Veranlagung des Fondsvermögens befolgt wird, nennt sich Investmentprozess.

Investmentzertifikat

Verbrieft ein Wertpapier das Recht auf einen bestimmten Miteigentumsanteil an den Vermögenswerten eines Fonds, spricht man hier von Investmentzertifikaten.

Investor

Im Englischen nennt man einen Kapitalanleger Investor. Je nach Anlagestrategie verfolgt dieser Investor eigene Ziele (Wertsteigerung, Werterhaltung, Einkommenssicherung etc.) In der Regel denkt er langfristig, was ihn von kurzfristigen Spekulanten unterscheidet.

ISIN

Eine Abkürzung für International Securities Identification Number. Diese Kennnummer für Wertpapiere ist international gültig und hat zwölf Stellen. Es handelt sich hierbei also um eine standardisierte Identifikationsnummer, die jedes Wertpapier hat und international bekannt ist. Die ISIN nimmt neben der Länderkennung (z.B. Luxemburg LU, Österreich AT, Deutschland DE) auch die nationale Identifikationsnummer des Wertpapiers auf. Die WKN-Nummer, welche bisher verwendet wurde, besteht vorerst parallel zur ISIN weiter.

Islamische Fonds

Richtet sich ein Fonds nach den Gesetzen der Scharia, also den religiösen Gesetzen des Islams, spricht man von einem Islamischen Fonds. Bei der Geschäftsabwicklung werden hier strikte Verbote des Islams eingehalten (Zinsforderungen, Zinszahlungen, Spekulationen, Investitionen in bestimmte Rohstoffe).