Glossar

Anlageerfolg: fängt an mit A wie Achtsamkeit, die nicht in Z wie Zukunft enden sollte.

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Glossar – das kompakte ABC der Finanzbranche. Eine Übersicht von wichtigen Wörtern, damit Ihre Taten folgen.

Die Finanzwelt gestaltet kreative Produkte für Anleger und nutzt zur Erklärung eine eigene Sprache. Erlernen Sie die Grundkenntnisse, verstehen Sie die Funktion eines Investments. Es lohnt sich zudem, die Bedeutung der wichtigsten Anlagen wirklich zu verstehen. Danach fällt die Entscheidung leichter, welche Methode Sie zur Wertsteigerung Ihrer Mittel auswählen sollen. FONDSGURU24 stellt Ihnen einen kompakten Finanz-Glossar zur Verfügung und erläutert aktuelle Finanzbegriffe. So können Sie Ihre Kompetenzen erweitern. Und die Sprache der Gewinner nach kurzer Zeit fließend sprechen. Setzten Sie das Wissen gezielt für Ihre Vorhaben ein.

33 Einträge mit dem Buchstaben B

Balanced Fund

Einen ausbalancierten Fonds oder auch ausgewogenen Fonds nennt man Balanced Fonds. Das kann zum Beispiel ein Mischfonds sein, der ein ausgeglichenes Verhältnis von festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und gegebenenfalls auch Geldmarktpapieren in sein Portfolio aufnimmt.

Barrendite

Das Verhältnis zwischen der letzten Ausschüttung und dem aktuellen Ausgabepreis (verringert durch die seit dem Ausschüttungszeitpunkt aufgelaufenen Erträge) nennt man die Barrendite (auch Ausschüttungsrendite).

Barreserven

Barreserven sind frei verfügbare Mittel, in Form von Geldmarktpapieren oder Bankguthaben, welche das Fondsmanagement halten kann. In den meisten Fällen wird allerdings nur ein kleiner Teil an Barreserven benötigt, um Rückzahlungen von Anteilen vornehmen zu können. Durch das Halten von Barreserven hat das Fondsmanagement die Möglichkeit, auf die Bewegungen des Marktes zu reagieren. Ändert sich am Markt etwas, können die Manager flexibel darauf reagieren.

Basispunkt

Vergleicht man Kursdifferenzen, Preisdifferenzen oder Renditedifferenzen, wird im Normalfall der Basispunkt dafür herangezogen. Er führt die Differenz im Hundertstel Prozentpunkt (0,01%) an.

Basiswert

Dieses Wertpapier bezieht sich auf ein Derivat. Im Englischen nennt man den Basiswert auch underlying. Ein Basiswert kann sich neben Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen auch Rohstoffen, Indizes, Währungen oder Einsätzen dienen.

Bear

Dieser Begriff entsprang dem Börsenjargon. Er beschreibt einen Anleger, der mit sinkenden Kursen rechnet - also pessimistisch eingestellt ist. Symbolisch wird ein Bear durch einen Bären dargestellt, der mit seiner Pranke von oben nach unten schlägt. Das Gegenteil des Bears ist der Bull.

Benchmark

Ein Benchmark ist ein aussagekräftiger Maßstab, um zu messen, wie gut ein Fonds performed. Herangezogen wird häufig ein Index, der die Entwicklung des Marktes abbildet. Bekannte Indizes sind zum Beispiel der Dax oder der Weltaktienindex MSCI World. Man stellt die Entwicklung eines Wertpapiers in der Regel zu einem Vergleichenden in Relation. Dieser Vergleichsindex wird auch als Benchmark bezeichnet. Handelt es sich um einen Fonds mit aktivem Management, wird auf das Übertreffen der Benchmark abgezielt. Passiv gemanagten Fonds sollen in deren Entwicklung die Benchmark möglichst präzise nachbilden.

Beta

Das Marktrisiko eines Fonds wird durch das Beta gemessen. Das Beta drückt aus, wie die Sensitivität einer Fondsrendite auf Bewegungen eines bestimmten Index reagiert. Es ist also ein Indikator, welcher das systematische Risiko, also das Marktrisiko, eines Fonds verdeutlichen soll. Ein Beta mit dem Wert 1 bedeutet eine identische Wertentwicklung des Fonds mit dem Gesamtmarkt. Ist der Wert größer als 1, bedeutet das eine positivere Wertentwicklung des Fonds in Bezug auf den Index/Gesamtmarkt. Ist der Wert geringer als 1, entwickelt sich der Fonds negativer in Bezug auf den Index/Gesamtmarkt.

Betragsorder

Die Betragsorder ist eine Order, die in der jeweiligen Fondswährung platziert wird und den Gegenwert darstellt.

Bewertungsmethode

Damit der zukünftige oder innere Wert eines Wertpapiers bestimmt werden kann, setzen Fondsmanager bei der Titelauswahl verschiedene Verfahren ein. Man nennt diese Verfahren auch Bewertungsmethoden. Zu den bekanntesten Bewertungsmethoden gehören die (Chart-)technische Analyse und die Fundamentanalyse.

Bezugsverhältnis

Erhöht eine Aktiengesellschaft ihr Kapital, entsteht eine Relation zwischen alten und jungen Aktien. Diese angegebene Relation nennt man Bezugsverhältnis (BV). Bei einem Bezugsverhältnis von 5:1 würden auf Basis eines Anfangsgrundkapital von 100 Millionen Euro, neue Aktien im Wert von 20 Millionen Euro in den Umlauf gebracht werden. Das Bezugsverhältnis bei Optionsscheinen gibt an, den wievielten Teil der Anleger mit dem Kauf des Zertifikats erwirbt (anhand des ihm zu Grunde liegenden Basiswerts). Besteht hier ein Bezugsverhältnis von zum Beispiel 0,01 heißt das: Das Zertifikat bildet ein Hundertstel des jeweiligen Basiswerts ab.

Bilanz

Die Aktiva und Passiva eines Unternehmens wird in einer Bilanz aufgelistet. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Jahresabschlusses.

Blue Chip

Gibt ein besonders großes Unternehmen mit tendenziell hoher Bonität Aktien aus, spricht man von Blue Chips. Auch der Ertragswert dieser Aktien bestimmt als ein Standardwert, ob diese als Blue Chip bezeichnet werden können.

Bond

Der englische Ausdruck für eine Anleihe ist Bond. Ein Bond ist ein festverzinsliches Wertpapier.

Bond Fund

Einen Fonds, der in Anleihen investiert, nennt man im Englischen Bond Fund.

Bonifikation

Die Bonifikation bezeichnet die Vergütung (Provision), die der Emittent an die Konsortialbank im Rahmen einer Fremdemission von Wertpapieren zu zahlen hat.

Bonität

Die Bonität zeigt an, ob ein Unternehmen kreditwürdig und kreditfähig ist. Das gleiche gilt für Staaten oder auch Bankkunden. Eine gute Bonität zeugt von einer hohen Kreditwürdigkeit und -fähigkeit. Die Bonität stellt also einen Maßstab dar, welcher die Sicherheit einer Anleihe, die Zahlungsfähigkeit sowie Kreditwürdigkeit eines Emittenten veranschaulichen soll. Die bekanntesten Ratingagenturen wie Moody’s, Fitch oder Standard & Poor’s (S&P) prüfen laufend die Bonität der Emittenten (bzw. Schuldner).

Bonus-Strategie

Diese Strategie zielt darauf ab, bei einem steigenden bis leicht fallenden Aktienmarkt, Renditen einzufahren. Die Ausschüttung von Dividenden wird zur Absicherung des Investments verwendet, insbesondere gegen Kursrückgänge. Kombiniert werden dabei verschiedene Finanzgeschäfte mittels Call- und Put-Optionen als auch Zero-Bonds.

Börse

Sie ist der wohl einflussreichste Marktplatz der Welt. Gehandelt werden hier Wertpapiere. In der Vergangenheit war es notwendig, dass Menschen sämtliche Angebote und Nachfragen erfassen mussten, um möglichst viele verschiedenen Verkäufer und Käufer zusammenzubringen. Diese Aufgabe übernehmen heute größtenteils Computer. Das Aktien-Geschäft wird von dem elektronischen Unterstützer beinahe ausschließlich automatisch abgewickelt. Anleihen werden meistens noch immer zwischen zwei Parteien, zum Beispiel einer Fondsgesellschaft und einer Bank, gehandelt und nicht über die Börse.

Börsenprospekt

Der Börsenprospekt enthält viele gesetzlich vorgeschriebene Informationen. Er muss veröffentlicht werden und Daten wie den Nennbetrag, den Verwendungszweck sowie die Angabe zum Emittenten mitsamt allen Emissionsbedingungen enthalten. Damit ein Finanzprodukt zugelassen werden darf, muss der Börsenprospekt publiziert werden.

Bottom-up-Analyse

Bevor ein Fondsmanager das gesamtwirtschaftliche Umfeld eines Unternehmens betrachtet, untersucht er das einzelne Unternehmen höchstpräzise. Er startet also von „unten nach oben“. Meistens fordert der Value-Ansatz eine genaue Bottom-up-Analyse.

Brady Fonds

Werden langfristige Verbindlichkeiten von Emerging Markets (Schwellenländer) durch Staatsanleihen gesichert, spricht man von Brady Fonds.

Branchenfonds

Der Branchenfonds ist ein Investmentfonds, welcher sich auf Aktienanlagen für ausgewählte Bereiche aus Industrie und Wirtschaft spezialisiert hat. Heute gibt es viele Fonds, die sich auf eine bestimmte Branche fokussiert haben. Beispiele: Rohstoffe, Sonnenenergie, Technologie. Beachtet werden muss das entsprechend hohe Risiko, weil durch die Einschränkung, keine breite Streuung stattfindet.

Break-Even Point (BEP)

Eine Kennzahl, die man auch als Gewinnschwelle bezeichnet. Der Break-Even Point gibt den Punkt an, an dem der Erlös und die Kosten gleich groß sind. Der Gewinn somit bei Null liegt. Die Kosten enthalten sowohl die fixen als auch die variablen Kosten.

Briefkurs

Hat ein Verkäufer vor, seine Wertpapiere zu veräußern, nutzt er den Briefkurs als aktuellen Verkaufspreis. Er stellt also jenen Kurs dar, zu welchem dem Anleger eines Finanzprodukts (wie Devisen, Futures oder Zertifikate) angeboten wird. Der Briefkurs ist immer höher als der Geldkurs (der Preis, zu dem der Händler das Wertpapier erworben hat). Die Händler verdienen in der Regel an dieser Geldbriefspanne. Man nennt die Spanne auch Spread.

Broker

Der Broker ist eine Person, welcher auf fremderRechnung Geschäfte mit Wertpapieren umsetzt. Siehe auch Makler. Das Gegenteil vom Broker ist der Trader.

Bull

Ein Anleger, der mit steigenden Kursen rechnet (also optimistisch handelt), wird im Börsenjargon auch Bull genannt. Wie der Name schon verrät, steht der Bulle als Symboltier für diese Art von Anleger. Er stößt mit seinen Hörnern von unten nach oben. Das Gegenteil des Bullen ist der Bear.

Bundesanleihen

Gibt der Staat Deutschland Anleihen aus, spricht man von Bundesanleihen. Auch der Staat Österreich und andere Staaten geben Bundesanleihen aus. Ihre Laufzeit liegt bei 10 bis 30 Jahren, ab der Emission.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Sie ist die zentrale Allfinanzaufsichtsbehörde über Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute, den Wertpapierhandel als auch Versicherungsunternehmen, gegründet am 1. Mai 2002. Zusammengeführt wurde das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen mit den Bundesaufsichtsämtern für das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsfähig und bundesunmittelbar. Ihr Geschäftsbereich sitzt im Bundesministerium der Finanzen mit den Standorten Bonn und Frankfurt. Die Aufgabe der BaFin ist es, dass Finanzdienstleister, Kreditinstitute und Versicherer jederzeit zahlungsfähig sind (Solvenzaufsicht). Außerdem soll sie dafür sorgen, dass am freien Markt transparente und faire Konditionen herrschen (Marktaufsicht). Zusätzlich übernimmt sie den Kundenschutz, vertritt die themenbezogenen Interessen der Deutschen in der Europäischen Union sowie anderen internationalen Institutionen. Sie verantwortet auch, dass in Deutschland die Geldwäsche bekämpft wird.

Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

Er ist ein Verband, welcher die Interessen von in Deutschland ansässigen Holdinggesellschaften, Investment- , und Vermögensverwaltungsgesellschaften vertritt. Der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) hat es sich zum Ziel gemacht, den Investmentgedanken zu fördern und dass die Branchen und Mitgliederinteressen verfolgt werden. Sein Gründungsjahr ist 1970 (am 25. März). Der BVI (damals Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften) wurde in Frankfurt am Main ins Leben gerufen. Aufgrund der Erweiterung seiner Mitglieder trägt der BVI seinen neuen Namen.

Bürgerbeteiligungen

Sie bestimmt, ob Bürger in den politischen Willensbildung-, Planung- und Umsetzungsprozess eingebunden sind. Darüber hinaus legt Sie vor, inwieweit die Bürgerschaft auch finanziell an den Prozessen beteiligt ist.

BVI SRRI

Der BVI stellt den synthetischen Risiko-Rendite-Indikator (SRRI) für offene Immobilien-Publikumsfons bereit. Die Fondsanbieter haben sich auf diesen Indikator als freiwilligen Branchenstandard verständigt. Den SRRI findet man in den Wesentlichen Anlegerinformationen (KID) - er ist eine auszuweisende Schlüsselung des Risiko-Rendite-Profils. Der SRRI ist europaweit für OGAW (UCITS) verbindlich. Handelt es sich um kein OGAW entfällt diese Verpflichtung. Die Berechnung kann dennoch nach dieser Methode erfolgen. Aktualisiert werden die Angaben monatlich.

BVI-Methode

Die Wertentwicklung eines Fonds kann mit der BVI-Methode berechnet werden. Die Basis zur Berechnung liefert der Wert der Anteile zum Beginn und zum Ende des Berechnungszeitraums. Hinzukommen alle Ausschüttungen (miteingeschlossen die Körperschaftsguthaben), welche am Tag der Ausschüttung als wiederangelegt gelten. Berücksichtigt werden individuelle steuerliche Faktoren, genauso wie Rücknahmespesen, Depot- und Kontoführungsgebühren. Miteinbezogen werden kann auch der Ausgabeaufschlag. Wie man mit der BVI-Methode arbeitet und wie eine Berechnung dafür aussehen kann, finden Sie hier: https://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Bestellcenter/BVI_12015_Methode_V04_final.pdf