Glossar

Anlageerfolg: fängt an mit A wie Achtsamkeit, die nicht in Z wie Zukunft enden sollte.

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Glossar – das kompakte ABC der Finanzbranche. Eine Übersicht von wichtigen Wörtern, damit Ihre Taten folgen.

Die Finanzwelt gestaltet kreative Produkte für Anleger und nutzt zur Erklärung eine eigene Sprache. Erlernen Sie die Grundkenntnisse, verstehen Sie die Funktion eines Investments. Es lohnt sich zudem, die Bedeutung der wichtigsten Anlagen wirklich zu verstehen. Danach fällt die Entscheidung leichter, welche Methode Sie zur Wertsteigerung Ihrer Mittel auswählen sollen. FONDSGURU24 stellt Ihnen einen kompakten Finanz-Glossar zur Verfügung und erläutert aktuelle Finanzbegriffe. So können Sie Ihre Kompetenzen erweitern. Und die Sprache der Gewinner nach kurzer Zeit fließend sprechen. Setzten Sie das Wissen gezielt für Ihre Vorhaben ein.

57 Einträge mit dem Buchstaben A

Abgeltungssteuer

Verkaufen Sie Ihre Wertpapiere können Sie im Optimalfall mit der Rückzahlung Ihres eingesetzten Kapitals und zusätzlich mit einem entsprechenden Gewinn rechnen. Dieser Kapitalertrag, der neben den Gewinn auch Zinsen und Dividenden miteinschließt, wird pauschal mit 25 Prozent besteuert. Kleinanlegern kommt allerdings ein Sparerpauschbetrag zu Gute, bei dem für Erträge bis 801 Euro (für Singles) oder 1602 Euro (für Verheiratete) diese Steuer entfällt. Von den zu versteuernden Kapitalerträgen wird zusätzlich ein kleiner Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer abgezogen.

Absicherung

Zur Absicherung der Kurse von Aktien, Devisen und Renten im Fondsvermögen können Fondsmanager Finanzinstrumente wie Futures, Swaps oder Optionen verwenden. Diese Absicherungen schützen vor zu starken Schwankungen.

Absolute Return

Unabhängig von der Marktentwicklung zielt der Fondsmanager bei dieser Strategie darauf ab, dass sich der Fonds zu jedem Zeitpunkt im Investitionszeitraum absolut positiv entwickelt.

ad-hoc Meldung

Aktiengesellschaften, die im geregelten Markt oder amtlichen Handel einer Wertpapierbörse, notiert sind, verpflichten sich zur ad-hoc Publizität. Sie müssen die Öffentlichkeit über bis dato noch unbekannte kursrelevante Tatsachen über ad-hoc Meldungen informieren.

Advisor

Wie die englische Bezeichnung schon erahnen lässt, handelt es sich bei den Advisor um Berater. Sie sind externe Berater einer Fondsgesellschaft (bzw. Kapitalverwaltungsgesellschaft). Ihr Rat wird bei Anlageentscheidungen herangezogen. Ein Advisor weist im Optimalfall ein hohes Spezialwissen auf, welches zu Gunsten des Fondserfolgs beitragen soll.

Agio

Um den Vertrieb zu bezahlen, nehmen sich die Anbieter von Wertpapieren das Recht heraus, ein Aufgeld oder einen Aufschlag bei Ausgabe des Wertpapiers zu verrechnen. Dieses Aufgeld nennt man Agio. Es ergibt sich aus der Differenz des Ausgabepreises und des Nennwerts oder Rückzahlungspreises. Übersteigt der Ausgabepreis des Wertpapiers den Nennwert, sollten Sie als Anleger auf ein Agio eingestellt sein.

Aktie

Das wohl bekannteste Wertpapier weltweit ist die Aktie. Sie verbrieft Anteile an Unternehmen. Jeder Aktionär hat grundsätzlich ein Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. Außerdem ist er Eigentümer an der Gesellschaft. Wie hoch das Eigentum an der Aktiengesellschaft ist, hängt von der Anzahl der Aktien ab, die im Besitz des Aktionärs sind. Größere Unternehmen listen ihre Aktien meistens an der Börse. Dort werden die Wertpapiere traditionell auch gehandelt.

Aktienfonds

Ein Aktienfonds investiert überwiegend in Aktien, also Unternehmensbeteiligungen. In ihrem Investitionsschwerpunkt unterscheiden sich diese Fonds aufgrund der Unternehmensgröße, der Branche oder der Region der Aktiengesellschaften, welche die Wertpapiere ausgeben. Die Titelselektion soll für höhere Erträge sorgen, als für die Benchmark üblich. Traditionell kann man als Anleger davon ausgehen, dass eine Investition in einen Aktienfonds mit höheren Risiken verbunden ist (als zB. die Investition in einen Rentenfonds). Schwanken kann der Wert von Anteilen eines Aktienfonds immer. Es wird nicht garantiert, dass das Anlagekapital erhalten bleibt. Hohe Verlustrisiken werden dadurch eingegangen.

Aktienmarkt

Dieser Begriff fasst sämtliche Organisationsformen des Aktienhandels zusammen (börslich sowie außerbörslich). Das kann der Parketthandel, der Handel über private Onlineportale, Telefonhandel oder der Handel über das Computerhandelssystem XETRA sein. Den An- und Verkauf von Wertpapieren an amtlich zugelassenen Börsen (öffentlich-rechtlich) nennt man börslichen Handel. Die berühmteste Börse in Deutschland befindet sich in Frankfurt. Die Deutsche Börse AG. Neben ihr gibt es, auf das ganze Land verteilt, verschiedene Regionalbörsen. Werden die größten Unternehmenswerte (Firmen mit hohem Umsatz und hoher Marktkapitalisierung) am amtlichen Markt gehandelt - verbunden mit strengen Auflagen - werden amtliche Makler herangezogen, um die Preise festzulegen. Beim geregelten Markt des börslichen Handels werden im Gegenzug, von der Börse beauftragte, freie Makler dafür eingestellt. Die Zulassungsbedingungen sind hier weniger streng. Die Makler übernehmen die freie Kursfeststellung. Der außerbörsliche Handel organisiert sich privatwirtschaftlich. Hier ist der Handel auch außerhalb der Börsenzeiten möglich. Notiert werden die Aktienwerte, die insbesondere nicht am amtlichen und geregelten Markt zugelassenen sind.

Aktiv gemanagter Fonds

Zuständig für die Titelauswahl aller Wertpapiere, Immobilien und Guthaben im Fonds ist beim aktiv gemanagtem Fonds der Fondsmanager. Er bestimmt, worin das gesammelte Fondsvermögen der Anleger investiert wird. Manche Fondsmanager orientieren sich stark am Index. Andere wiederum entscheiden sich für Titel, welchen die Manager die spannendsten Renditechancen beimessen. Abhängig von der Art der Titelauswahl, kennt man zum Beispiel den Growth- oder Value-Ansatz. Bei den passiv gemanagten Fonds spielen die bevorzugten Titel des Fondsmanagers keine große Rolle, es gibt also kein aktives Management des Fonds.

All-in-fee

Es handelt sich hier um eine Gebührenangabe, angeführt in einer Prozentzahl. Die Prozentzahl gibt die mit der Fondsanlage anfallenden Kosten an. Der Ausgabeaufschlag wird in dieser Zahl nicht beachtet. Vor allem die Management- und Verwahrstellegebühr nimmt die All-infree auf. Weitere Kostenblöcke sind zum Beispiel mögliche Erfolgsgebühren (auch Performance Fee genannt) oder die Transaktionskosten. In der Total Expense Ratio (TER) werden diese Kostenblöcke nicht beachtet. Die All-in-fee schließt außerdem die Kosten für die Revisionsstelle, Rechenschaftsberichte, Preispublikationen und Verkaufsprospekte ein. Was nicht abgedeckt wird: Anfallende Gebühren für Fonds, die in der Schweiz beheimatet sind und ausländische Nebenkosten, die sich aus dem Kauf- und Verkauf der Anlage ergeben.

Alpha

Weicht die Rendite eines bestimmten Fonds von der Benchmark ab und kann nicht durch die üblichen Risikofaktoren erklärt werden, nimmt man für diese Abweichung ein Maß zur Hand, welches in der Branche als Alpha bezeichnet wird. Ist das Alpha positiv, hat der Fonds eine Überrendite erzielt, gemessen an der Benchmark. Der Fonds hat sich im Verhältnis also dann besser zum Marktindex entwickelt, wenn das Alpha hoch ist. Ein negatives Alpha bedeutet genau das Gegenteil: Der Fonds hat eine Minderrendite eingefahren.

Alternative Investments

Gehen Anlagestrategien und Kapitalanlagen über die klassischen Geldanlagen hinaus, fasst man diese unter dem Obergriff Alternative Investments zusammen. Klassische Geldanlagen wären zum Beispiel festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen, Aktien oder Geldmarktpapiere. Die Alternativen Investments zielen bei jeder Marktentwicklung auf Gewinne ab. Das betrifft auch Situationen, in welchen die Märkte fallen oder stagnieren. Die Benchmark, also die Indizes, spielen bei der Portfoliozusammensetzung Alternativer Investments keine Rolle. Ihre Ausrichtung fokussiert sich ausschließlich auf stetige Gewinne. Alternative Investments können zum Beispiel Hedge-Fonds, Private Equities oder Managed Futures sein. Die Korrelation der Erträge von Alternativen Investments zu den Märkten oder Indizes ist im Vergleich zu dem klassischen Aktienfonds relativ gering.

Anlageausschuss

Das Gremium, das eine Fondsgesellschaft, beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) oder das Fondsmanagement berät, nennt man Anlageausschuss. Bei Publikumsfonds sehen die Anlagebedingungen vor, dass ein Gremium eingerichtet werden muss. Der Aufsichtsrat der KVG bestellt in der Regel den Anlageausschuss. Der Anlageausschuss legt fest, wie sich die Anlagepolitik des jeweiligen Fonds gestaltet. Die Interessen der einzelnen Anteilseigner stehen dabei immer im Mittelpunkt.

Anlageberater

Die Anlageberater geben ihren Kunden gewerbsmäßig Empfehlungen beim Verkauf oder Kauf von Wertpapieren und sämtlichen anderen Kapitalanlagen. Alle Empfehlungen sollten sich nach den Kundenbedürfnissen richten, die sich auf die Vorgaben Sicherheit, Liquidität und Netto-Ertrag stützen.

Anlagegrenzen

Laut Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), darf ein Investmentfonds nur in einem bestimmten Ausmaß in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten/Ausstellers investieren. Den Grundsatz dafür liefert die Risikodiversifikation. Auch weitere Vorschriften, abgestimmt auf die unterschiedlichen Sondervermögen, findet man im KAGB.

Anlagegrundsatz

Damit die Anlageziele eines Fonds so sicher wie möglich gewährleistet werden können, muss das Fondsmanagement eine kundenorientierte Anlagepolitik betreiben. Das könnte zum Beispiel das Erzielen einer überdurchschnittlich hohen Rendite innerhalb einer Risikoklasse sein. Geformt wird die Anlagepolitik von den Ansprüchen, welche sich für die Titel-Auswahl der Wertpapiere, den Verkauf- sowie Anrufzeitpunkten, der Steuerung von Barreserven und der Absicherung gegen Kursverluste ergeben. Der Anlagegrundsatz bestimmt den Rahmen für die Anlagepolitik. Er orientiert sich am Fondstypus und äußerst sich oftmals schon im Fondsnamen.

Anlagehorizont

Der Anlagehorizont gibt den Zeitraum an, in welchem der Anleger sein Kapital nicht benötigt. Es also investieren kann. Der Anlagehorizont muss ebenfalls die Risikobereitschaft des Anlegers beachten. Man unterscheidet zwischen einem langfristigen Anlagehorizont (mehr als 6 Jahre, zum Beispiel für Aktienfonds gängig), einem mittelfristigen und kurzfristigen Anlagehorizont (ein paar Tage bis mehrere Monate, gängig für Geldmarktfonds).

Anlagekonto

Dient ein Konto nicht dem Zahlungsverkehr, spricht man von einem Anlagekonto. Es dient ausschließlich der Geldanlage.

Anlageregion

Die geografischen Gebiete, in welchen der Fonds vorzugsweise seine Investitionen tätigt, nennt man Anlageregionen. Beispiele wären dafür: Europa, Emerging Markets/Schwellenländer, China etc..

Anlageschwerpunkt

Die Auskunft, welche die Anlageziele eines Fonds, die verfolgte Strategie, Wertpapierkategorie oder Märkte, in welche der Fonds hauptsächlich investiert, formuliert, nennt man Anlageschwerpunkt.

Anlagestil

Die Methode, welche ein Fondsmanager bei seinen Anlageentscheidungen, den Umgang mit Risiken (auch Managementstil genannt) und der Optimierung einer Fondsperformance, verfolgt, nennt man Anlagestil (auch Investmentstil).

Anlagestruktur

Wie ein Fondsdepot aufgebaut ist, also wie sich seine Vermögenswerte zusammensetzen, werden von der Anlagestruktur bestimmt.

Anlagetyp

Der Anlagetyp ist eine Bezeichnung für verschiedene Vermögensklassen wie Rentenpapiere, Aktien, Cash/Geldmarktanlagen, Immobilien, Derivate oder Alternative Investments wie Hedgefonds, Private Equity-Fonds etc.

Anlageziel

Den Zweck, welchen das Management eines Fonds verfolgt, nennt man auch Anlageziel. Die klassischen Anlageziele sind zum Beispiel das Kapitalwachstum, die Ausschüttung von hohen Renditen, die Werterhaltung, die Erzielung einer Mindestrendite, das Übertreffen der Benchmark (Outperformance). Bei Publikumsfonds wird das Anlageziel in den Kundeninformationsdokumenten (oder auch wesentlichen Anlegerinformationen) sowie dem Verkaufsprospekt angeführt. Es ist im Realfall unmöglich, dass alle Ziele mit einem Fonds erreicht werden. Wird bei einem Fonds zum Beispiel eine hohe Rendite angestrebt, muss man als Anleger auch mit einem entsprechenden höheren Risiko rechnen.

Anleger

Die natürliche oder juristische Person, welche das Geld zum Investieren zur Verfügung stellt. Dabei stehen persönliche Ziele im Fokus. Kauft der Anleger Fondsanteile, steht ihm ein bestimmter Anteil am Fondsvermögen zu. Steigt der Fondswert, steigt auch der anteilsmäßige Ertrag des Anlegers.

Anleihefonds

Ein Anleihefonds (im Englischen: Bond Fund) investiert vorwiegend oder ausschließlich in Anleihen (im Englischen: Bonds), also festverzinsliche Wertpapiere. Anleihen können vom Staat (Staatsanleihen), von Unternehmen (Unternehmensanleihen und Genussscheine) oder von Schwellenländern, den sogenannten Emerging Markets, ausgegeben werden.

Anleihen

Sie sind eine populäre verzinsliche Schuldschreibung, auch bekannt als festverzinsliches Wertpapier. Ihre Laufzeit steht von Anfang an fest. Anleihen können von Unternehmen, Banken oder öffentlichen Einrichtungen (wie Bund, Länder oder Gemeinden) herausgegeben werden. Manche Anleihen werden zudem an der Börse gehandelt. Die Laufzeit bestimmt zu einem hohen Grad die zu erwartende Zinshöhe. Außerdem hängt sie davon ab, wie kreditwürdig der Hausgeber (Emittent) ist. Es besteht eine Verpflichtung für den Emittenten, dem Gläubiger (Anleger) einen bestimmten Betrag (Nominalwert) nach Ende der Laufzeit zurückzuzahlen. Verkaufen Sie als Anleger die Anleihe während der Laufzeit, kann es eine Abweichung von Kurswert und Nominalwert geben. Dadurch kann ein Kursgewinn oder -verlust entstehen.

Annualisierte Performance

Die Annualisierte Performance weist die Entwicklung des gesamten Wertes einer Anlage (über den Zeitraum von mehreren Jahren) als Jahreswertentwicklung aus. Berücksichtigt wird auch der Zinseszinseffekt.

Annuität

Die Rückzahlung Ihres Darlehens wird meistens in mehre Tilgungsbeträge aufgeteilt. Zusätzlich fallen für Sie, als Darlehensnehmer, Zinsen an. Eine Annuität fasst einen jährlichen, gleichbleibenden Betrag zusammen, der sich aus der Tilgung und den Zinsen ergibt. Wird Ihre Restschuld kleiner, sinkt auch der Zinsanteil. Im Gegenzug steigt dafür der Tilgungsanteil. Die Annuität schafft Planungssicherheit und wird in der Regel in Form von monatlichen oder vierteljährlichen Raten von Zins und Tilgung erhoben. Man nennt diese Vorgehensweise auch unterjährige Zahlung.

Annuitätendarlehen

Darlehen, bei denen die Raten aus Tilgung und Zins während der vereinbarten Zinsbindung gleichbleiben, sind auch als Annuitätendarlehen bekannt. Die Annuität fasst die Tilgung und den Zins in einem Betrag zusammen. Die einzelnen Rückzahlungsbeträge bleiben in ihrer Höhe immer gleich.

Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten schließen neben dem reinen Kaufpreis einer Immobilie auch sämtliche Kaufnebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, eventuell eine Maklerprovision mit ein. Nebenkosten für Kredite und Finanzierungen zählen nicht zu den Anschaffungkosten, jedoch zu den sogenannten Gesamtkosten.

Anschlussfinanzierung

Erfolgt nach dem Auslaufen der Zinsbindung für ein Annuitätendarlehen eine weitere Finanzierung, spricht man von einer Anschlussfinanzierung. Der Zins wird vor der Anschlussfinanzierung neu festgelegt.

Anteilklasse

Die Anteilklassen können sich aufgrund der Höhe der Ausgabeaufschläge, Mindestanlage, Verwaltungsgebühren, der Art der Ertragsverwendung (ausschüttender Fonds oder thesaurierender Fonds) unterscheiden. Ein Sondervermögen kann mehrere Anteilklassen haben. Die Regel besagt, dass jede bestimmte Anteilklasse auch ihre eigene ISIN und WKN hat.

Anteilschein

Fondsanteile nennt man auch Anteilscheine. Weitere Bezeichnungen dafür sind auch Investmentanteile oder Investmentzertifikate. Sie bestehen beim Kauf effektiver Stücke aus Mantel (auch eigentliche Urkunde genannt) als auch Bogen (besteht aus nummerierten Ertragsscheinen, die den Anleger zur Entgegennahme einer Ausschüttung berechtigen, sowie einen Erneuerungsschein zum Bezug eines neuen Bogens). Ausgegeben werden die Anteilsscheine mit der Bezeichnung der Stückzahl aber ohne Nennwert.

Anteilspreisveröffentlichung

Aufgrund der Informationspflicht müssen Fondsgesellschaften (beziehungsweise Kapitalverwaltungsgesellschaften), die Anteilspreise (Nettoinventarwerte) eines Fonds publizieren. Ermittelt werden müssen diese Preise börsentäglich. Die Fondsgesellschaften werden außerdem angehalten, die Preise mindestens zweimal im Monat in einer auflagenstarken Tages- oder Wirtschaftszeitung oder auf einer Website (Link muss im Verkaufsprospekt des Fonds oder den wesentlichen Anlegerinformationen vermerkt sein) zu veröffentlichen.

Anteilumlauf

Die Summe der Anteile eines Fonds, welche von einer Verwahrstelle ausgegeben wurden und sich zu einem bestimmten Datum im Umlauf befindet.

Anteilwert

Dividiert man den Wert des Fondsvermögens durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile erhält man den Anteilwert. Der Anteilwert ist identisch mit dem Rücknahmepreis.

Antizyklisch

Investiert man antizyklisch, investiert man entgegen des Trends. An der Börse antizyklisch zu investieren bedeutet, bei sinkender Börse zu kaufen und bei steigender Börse zu verkaufen. Das Gegenteil dazu wäre: Prozyklisch beziehungsweise zyklisch.

Arbitrage

Werden Preis-, Zins-, und Kursdifferenzen einer Anlage an verschiedenen Börsenplätzen und zu einem bestimmten Zeitpunkt gezielt ausgenutzt, spricht man von Arbitrage. Das bedeutet: Am Börsenplatz mit niedrigen Kursen wird angekauft, am Börsenplatz mit hohen Kursen verkauft. In Zeiten von Echtzeitkursen und einer hohen Transparenz des Marktes kommt Arbitrage lediglich bei sehr schnellen Kursänderungen eines Marktes vor. Andere Marktteilnehmer können sie nicht auf Anhieb nachvollziehen.

Asset

Das englische Wort für ein Wertpapier, eine Anlage oder ein Vermögen ist Asset.

Asset Allocation

Die Geldanlagen eines Anlegers können in verschiedene Anlageklassen und Anlagemärkte aufgeteilt werden. Die Asset Allocation gibt Auskunft zur prozentuellen Verteilung von diesen. Man spricht hier also von der optimalen Aufteilung eines Vermögens durch den Fondsmanager oder Investor. Die individuellen Anlageziele und fondsspezifischen Anlagegrundsätze geben die Asset Allocation vor. Diese definieren die Art (Renten, Aktien, Derivate, Immobilien etc.), die Anzahl der Vermögenswerte, die Auswahl der Emittenten, wie die Währungen und Länder sowie die Höhe der Barreserve. Anleger finden die fondsspezifischen Anlagegrundsätze im Fondsprospekt (konkret in den wesentlichen Anlegerinformationen). Beim Privatanleger sollten hier zum Beispiel die aktuelle Lebenssituation, der Anlagehorizont sowie das Anlageziel berücksichtigt werden. Darauf aufbauend handelt der Fondsmanager nach seinem eigenen bevorzugten Managementstil. Für ihn ist dabei vor allem der Anlagefokus auf lang-, mittel- und kurzfristige Investments elementar und wesentlich, ob er sich auf nationale, internationale beziehungsweise regionale Märkte ausrichten soll. Das ist vor allem zur breiten Diversifikation des Portfolios wichtig.

Asset Backed Securities (ABS)

Die Asset Backed Securities bezeichnen im Englischen jene Wertpapiere, welche mit verschiedenen Forderungen gedeckt beziehungsweise unterlegt sind. Übersetzt: Asset ist das Finanzaktiva, backed bedeutet gesichert und Securities sind die Wertpapiere. Klassische Beispiele für die Forderungen sind beispielsweise Kreditkarten- oder Leasingforderungen, Kundenforderungen und Konsumentenkredite. Erhöht wird durch diese indirekte Unternehmensfinanzierung also die Eigenkapitalquote. Die Methode ist in den USA recht beliebt aber mittlerweile auch in Europa recht populär geworden. Kreditforderungen von Unternehmen und Privatpersonen werden abhängig von ihrer Laufzeit und ihrem Risiko zusammengefasst und an eine Finanzierungsgesellschaft verkauft. Die Finanzierungsgesellschaft wurde davor manchmal eigens für diesen Zweck gegründet. Refinanziert wird die Finanzierungsgesellschaft durch die Ausgabe von Ast Backed Securities (ABS). Gehandelt werden die ABS wie festverzinsliche Wertpapiere unter anderem an der Börse.

Asset Management

Hier spricht man von einer professionellen Vermögensverwaltung.

Asset-Schwerpunkt

Er ist eine Bezeichnung dafür, auf welche Form von Anlage der Fonds seinen Schwerpunkt setzt (zum Beispiel Aktien, Dachfonds, dynamisch).

Assetklasse

Ein Vermögenswert wird im Englischen als Asset bezeichnet. Aktien stellen unter anderem eine Assetklasse dar. Auch Anleihen bilden eine Klasse auch Immobilien oder Rohstoffe. Die Assetklassen können abhängig von ihrer Definition in weitere Klassen unterteilt werden. Ein gängiges Beispiel dafür bilden Aktien, die in Werte großer, mittlerer und kleiner Unternehmen oder Anleihen in Staats- und Unternehmenspapiere aufgeteilt werden.

ATC

Beim ETF werden in der Regel fremde Kosten erhoben. Die sogenannten Additional Trading Costs (ATC). Sie fallen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren des Fonds an. Angegeben werden diese Kosten in Prozent bezogen auf den gehandelten Betrag.

ATX

Die Wiener Börse (in Österreich) nutzt den Austrian Trated Index (ATX), einen in Echtzeit berechneten Fließhandelsindex, um die österreichischen Bluechips abzubilden. In ihn fließen die 20 höchstkapitalisierten und liquidesten Unternehmenswerte des Staates ein. Er umfasst also das Prime Market Segment.

Auflegungsdatum

Der Zeitpunkt, zu welchem Fondsanteile das erste Mal zum Kauf angeboten werden, nennt man Auflegungsdatum.

Aufsichtsbehörde

Die Aufsichtsbehörde bildet eine Institution des Staates, welche die Aufgabe hat, die Tätigkeiten von Fondsgesellschaften zu überwachen. In Deutschland heißt die Aufsichtsbehörde Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in Österreich Finanzmarktaufsicht (FMA) und in Luxemburg Commission de Surveillance du secteur Financier (CSSF).

Ausgabeaufschlag

Beim Kauf von Fonds wird dem Anteilspreis in der Regel ein Aufgeld (Agio) aufgeschlagen, der Ausgabeaufschlag. Dieser wird meistens als Vergütung für den Vertrieb eines Fonds eingezogen. Manche Anbieter gewähren Anleger einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag oder dieser entfällt komplett.

Ausgabepreis

Fügt man dem Anteilswert (auch Rücknahmepreis) den Ausgabeaufschlag hinzu, erhält man den Ausgabepreis. Er verkörpert also jenen Preis, zu welchem man Fondsanteile erwerben kann.

Auslandsanleihe

Eine Auslandsanleihe ist eine Anleihe, welche in Deutschland als Euro-Anleihe ausländischer Schuldner ausgegeben wird. Umgekehrt kann sie auch eine Anleihe sein, die außerhalb von Deutschland von einem inländischen Emittenten in Fremdwährung ausgegeben wird.

Ausschüttender Fonds

Die Erträge aus Wertpapieren, die sich aus den Dividenden und Zinsen zusammensetzen, werden beim ausschüttenden Fonds regelmäßig an die Anleger ausgezahlt. Den Gegensatz dazu bilden die thesaurierenden Fonds, bei denen die Erträge zur Erhöhung und Reinvestition des Fondsvermögens einbehalten werden.

Ausschüttung

Alle Erträge (ordentlich sowie außerordentlich), welche das Fondsmanagement erwirtschaftet, wird im Fondsvermögen angesammelt. Diese Erträge werden bei offenen Fonds in der Regel einmal jährlich in einer Ausschüttung ausgezahlt. Ordentliche Erträge können Dividenden oder Mieteinnahmen sein. Außerordentliche Erträge entstehen durch den Verkauf von Grundstücken oder Wertpapieren. Am Ausschüttungstag verringert sich der Anteilswert (Rücknahmepreis) ganz genau um den Ausschüttungsbertrag. Der Grund dafür ist die Verringerung des Fondsvermögens, die durch die Ausschüttung stattfindet. Bei thesaurierenden Fonds erfolgt keine regelmäßige Ausschüttung. Die Erträge thesaurierender Fonds bleiben im Fondsvermögen erhalten und werden reinvestiert.

Ausschüttungsgleicher Ertrag

Man nennt den ausschüttungsgleichen Ertrag bei thesaurierenden Fonds auch Thesaurierungsbetrag. Die Fondserträge, also die ausschüttungsgleichen Erträge, bleiben zur erneuten Investition in Wertpapiere im Fondsvermögen erhalten. Sie werden nicht an die Anleger ausgeschüttet.

Auszahlungsplan

Für Anleger besteht die Option, sich regelmäßig Beträge aus seinem Investmentvermögen auszahlen zu lassen. Das Investmentvermögen muss dafür in der Regel eine bestimmte Höhe haben. Anleger können dann entscheiden, ob er sich neben den Erträgen auch einen bestimmten Teil des Kapitals auszahlen lassen möchte. Man nennt das einen Auszahlplan mit Kapitalverzehr. Sollen nur die erwirtschafteten Erträge zufließen, spricht man von einem Auswahlplan mit Kapitalerhalt.